Faser Geschichten und Geschichte

Kategorie: Fasern (Seite 8 von 9)

Columbus und Gutenberg benutzen ihn: Hanf

Hanf ist eine Stängelfaser/Bastfaser.

Sein Ursprungsland ist Zentral- und Vorderasien, heute ist er überall zuhause, außer in den Wüsten und den Tropen. Für die Textilindustrie wird Hanf in China, Rumänien, Kanada und Russland. Hanf gehört zu der Pflanzenfamilie der Cannabis, er zählt zu den Hopfengewächsen.

Er ist 1- jährig, zwei-geschlechtlich und wird bis 5 m hoch. 15 – 35 Faserbündel befinden sich im Bastteil des Stängel. Die Pollenübertragung erfolgt durch den Wind. Weibliche Pflanzen werden größer und sind später reif als die männlichen Pflanzen. Für die Fasergewinnung ist daher die weibliche Pflanze wichtig. Hanf benötigt viel Feuchtigkeit und Nährstoffe, gilt aber als umweltfreundlich, da er keinen Kunstdünger braucht und die Bodenstruktur eher verbessert. Hanf ist eine robuste Pflanze die resistent gegen Schädlinge ist und daher den Einsatz von Pestiziden fast überflüssig macht.

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Vom Flachs zum Leinen

Flachs („linum usitatissimum“) ist eine Bastfaser/Stängelfaser. Flachs wird ca. 1 m hoch mit über 200 Sorten bekannten Sorten trägt er weiße, rosa oder blaue Blüten. Er gilt als anspruchslos, aber frostempfindlich. Bis zu 2000 Pflanzen stehen auf 1 qm.

Flachs ist die älteste Kulturpflanze der Erde. Die Entwicklung der Menschen ist eng mit dem Flachs verbunden. Flachs wächst u.a. noch heute in Europa z.B. im Waldviertel in Österreich und in China. Die Ernte ist vor der Samenreife. Die Halme werden heute gemäht, früher wurden sie gerupft, dann zu Garben gebündelt und so getrocknet.

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Kaschmir- Ziege und Cashgora

 

Der Lebensraum der Ziege ist Mittelasien, China, der Himalaja, Tibet, die Kirgisische Steppe, Pamir, Usbekistan und die Mongolei. Die Kaschmirziegen vertragen Kälte und Hitze. So leben sie in einer Höhe von 500 Meter bis 4500 Meter und bei Temperaturen bis zu – 35 Grad. Sie mögen heiße trockene Sommer und kalte Winter. Feuchtigkeit macht die Ziegen krank. Sie erreicht ein Schultermaß von ca. 60 cm. Je kälter der Lebensraum der Ziege ist, umso besser ist die Wollqualität. Ihr Ursprung wird im Norden Indiens in der Provinz Kashmir vermutet. 1664 berichtete ein französischer Arzt erstmalig von den Tieren nach seiner Rückkehr aus dem Himalaja.

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Maisfaser – Gelbe Körner für die Stricknadel

Die Maisfaser wird auch Ingeo oder Corn Fiber genannt. Herstellt wird die Faser z. Zt. nur in den USA und in Japan. Mais ist eine Getreideart und gehört zu der Familie der Süßgräser.

Zu den ältesten Zeugnissen des Mais gehören Funde aus der Zeit vor ca. 8700 Jahren aus Xihuatoxtla shelter, Südmexiko, Südamerika. Mexiko gilt als Ursprungsgebiet des Mais. Der Mais war eine heilige Pflanze der Indianer. Das Wort Mais leitet sich von „mahiz“ ab, es kommt aus der Sprache der Arawak- Indianer, ein indigenes Volk an der Nordküste Südamerikas.

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Schafe -so vielseitig wie ihre Wolle

Schafe am Westerheverd Leuchtturm

Schafe – ein Thema das so vielseitig ist wie seine Wolle.  Es gibt Wolle in verschiedenen Farben von weiß bis schwarz, weiche und harte Wolle, kurze Fasern und lange… So unterscheiden wir Milchschafe und Wollschafe, aber auch Schafe die keine Wolle geben.  Rassen mit Geschichte und Rassen mit Geschichten.

In loser Reihenfolge wird immer wieder über Schafe und ihre Wolle berichtet, hier ein kleiner Anfang.

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Kamele, weiche Fasern in Naturtönen

Kamele gehören zur Familie der wiederkäuenden, langhalsigen und hochbeinigen Paarhufer. Ihr gemeinsamer Vorfahre ist der „procamelus“. Er stammt vermutlich aus Nordamerika. Einige Tiere wanderten nach Südamerika und nach Asien, als es in der „Mittleren Tertiärzeit“ noch eine Landbrücke gab. Kamele gehen alle im Passgang, d.h. sie bewegen die Beine einer Seite gleichzeitig. Es werden verschiedene Arten unterschieden:

 

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