Ramie ist eine Stängelfaser/Bastfaser.

Es ist eine chinesische Nesselart und gehört zu der Familie der Nesselgewächse (Brennnesselgewächse).
Das Leinen des Orients, wird auch Chinagras genannt. Der Name stammt aus dem Altmalayischem. Seine Anbaugebiete sind USA, Korea, Philippinen, Indonesien, Russland, China und Indien.

Die Pflanze wird bis zu 2 m hoch, ist mehrjährig und braucht feuchtwarmes Klima. Der Wuchs lässt bis zu 4 Ernten in Jahr zu. Nur fingerdicke, 1-2 m lange Ruten werden geerntet, die Blätter entfernt. Danach werden diese längs gespalten. Die Rinde trennt man vom Holz. In der Rinde befindet sich die Bastfaser/das Faserbündel.

Der Pflanzenleim muss vor dem Verspinnen entfernt werden. Danach trocknet die Faser, nun wird sie gehechelt und gekämmt. So trennt man die feinen Fasern zum Spinnen von den Gröberen.
Chemisch aufgearbeitet wird sie zu spinnfähigen Fasern. Nach dem Verspinnen glänzt Ramie weniger als Seide, ist aber in der Festigkeit dem Flachs ähnlich, wie auch seine Trageeigenschaften, ist aber strapazierfähiger. Als Beimischung verleiht sie Baumwolle einen schönen Glanz. So entstehen Garne z.B. für Fallschirme, Bänder, Gurte oder Handarbeitsgarne. Unverspinnbare Abfälle werden zu hochwertigen Papieren z.B. Banknoten verarbeitet.

Ramie kommt als Wildpflanze vor und ist die älteste Kulturpflanze Südostasiens. Ramie hat in China (seit ca. 3000 Jahren kultiviert) ein vergleichbare Bedeutung wie der Leinen bei uns früher. Auch im alten Ägypten wurde sie kultiviert. Sie zählt zu den wertvollen Faserlieferanten. Ramie wurde bereits im alten Ägypten zum Mumien einbinden benutzt (ca. 5.000 bis 3.300 v. Chr.).

Seine Eigenschaften sind hochwertig, leinenartig, sehr fest, saugfähig, kochfest, lichtbeständig, glatt, glänzend und haltbar und verrottet nicht durch Luft und Wasser. Aber es ist nicht elastisch.

 

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Charles Dickens