Schafe am Westerheverd Leuchtturm

Schafe – ein Thema das so vielseitig ist wie seine Wolle.  Es gibt Wolle in verschiedenen Farben von weiß bis schwarz, weiche und harte Wolle, kurze Fasern und lange… So unterscheiden wir Milchschafe und Wollschafe, aber auch Schafe die keine Wolle geben.  Rassen mit Geschichte und Rassen mit Geschichten.

In loser Reihenfolge wird immer wieder über Schafe und ihre Wolle berichtet, hier ein kleiner Anfang.

Hilfe!

Ein Schaf liegt auf dem Rücken!

Wenn ein Schaf auf der Weide auf dem Rücken liegt, muss dringend eingegriffen werden. Das Schaf stirbt sonst innerhalb von wenigen Stunden.

Aber wie?

Stellen Sie sich neben das Schaf, legen Sie es auf die Seite, fassen Sie mit beiden Händen in die Wolle, ziehen Sie das Schaf hoch. Wenn das Tier dann gepinkelt hat, kann davon ausgegangen werden, dass es dem Tier gut geht.

Auf den Deichen und Weiden

sollte nicht hinter den Schafen und Lämmern her gelaufen werden, da sonst die ganze Herde aufgescheucht wird.

Schafe sind Wiederkäuer, sie brauchen nach dem Fressen eine Ruhepause.

Werden sie gestört, hat es negative Folgen für die Gesundheit.

Der Schafsbrief

ist das älteste erhaltene und wichtigste mittelalterliche Dokument der Faröer. Er ist eine Abwandlung bzw. eine Anpassung des norwegischen Grundgesetzes „Landslog“ an die Bedingungen der Färöer. Die Färinger baten Herzog Hakun Magnusson um diese Anpassung. Dieser wiederum wand sich an den Logmadur Sjurdur und an Bischof Erlendur. Letztere fertigten eine Stellungnahme an, auf welche der Herzog die Erweiterung aufbaute.

Am 24.6.1298 trat der Schafsbrief dann in Kraft. Spezielle Fragen zum Umgang mit Heideland, Bestimmungen zur Schafshaltung, eine Schlichtungsordnung für Hirten, der Umgang mit Landarbeitern und der Grindwalfang wurden geregelt.

Christian IV. erließ am 24. 02. 1637 eine überarbeitete Form des Schafsbriefs in dänischer Sprache, wobei er die Artikel, die nichts mit der Schafhaltung zu tun hatten, herausnahm.

Der Mähnenspringer oder das Mähnenschaf

hat eine mehr ziegen- als schafähnliche Gestalt: einen ziegenartigen kurzen, unterseits nackten drüsenbesetzten Schwanz, es fehlen Voraugen-, Weichen-, und Zwischenklauendrüsen und einige Knochenmerkmale des Schafes. Am Frankfurter Zoo ließ sich mit Hilfe des Elektrophorese Verfahren nachweisen, dass das Serumeiweiß des Mähnenschafes dem der Schafe näher ist als das der Ziegen. Er lebt im felsigen, schwer zugänglichen Wüstengebirge Nordafrikas. Sie sind ausgezeichnete, trittsichere Kletterer und Springer, die kleinen Gruppen leben. In ihrer Heimat ruhen die Tiere tagsüber (Mittagshitze) und sind nachts unterwegs.

Am Morgen und Abend fressen sie Bergkräuter, trockene Blätter oder Gräser – je nach Jahreszeit. Im November, zur Paarungszeit, zeigen die Böcke ein brunftähnliches Verhalten. Es kann zu Todesfällen kommen, sie greifen jedoch nicht an, wenn der Gegner nicht vorbereitet ist oder aus dem Gleichgewicht gerät.

Die Mähnenspringergeißen bringen 150- 165 Tage nach der Paarung 1- 2 Kitze zur Welt. Bereits nach einigen Stunden können die Kleinen sehr gut klettern. Neben Muttermilch (ca. ½ Jahr lang) fressen sie bereits nach einigen Wochen Gras. Nach 1 ½ Jahren sind sie geschlechtsreif. Ihre Wolle wird nicht verarbeitet.

 

Lerne loszulassen, das ist der Schlüssel zum Glück.

Buddha