Faser Geschichten und Geschichte

Kategorie: Fasern (Seite 7 von 9)

Manila, ein Faser-Steckbrief

 

Manila ist eine Hartfaser, die aus den Blattscheiden der Faserbanane gewonnen wird, bekannt als Musa-Faser.

Anbaugebiete:
Philippinen, Java, Borneo, Nordamerika, Ostafrika, Mexiko, Brasilien, Indien und Indonesien.

Der Fasername ist nach dem Hauptausfuhrhafen Manila der Hauptstadt der Philippinen, benannt.

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Seidenflicken – kurz aber interessant

Seide ist zärtlicher als jede Männerhand.
Elmar Kupke

 

Halbseidene Stoffe

hier besteht der Schussfaden aus z.B. Leinen,
Seidenstoffe haben einen Seidenschuss.
Geh aus, mein Herz, und suche Freud

Die Bäume stehen voller Laub /
Das Erdreich decket seinen Staub
Mit einem grünen Kleide.
Narcissus und die Tulipan,
Die ziehen sich viel schöner an /
Als Salomonis seyde.

Paul Gerhadt, 1653

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Bambus – Kleidung aus Gräsern

Bambus gehört zu den Süßgräsern und damit zu der Unterfamilien der Bambus. Ursprünglich stammt er aus Asien, Nord- und Südamerika, sowie Australien. Bambus ist ein sehr bedeutender schnell wachsender Rohstoff. In China wurde er z.B. zur Papierherstellung verwendet.

Bambusfasern werden aus 100% Bambus – Zellstoff (Viskose) hergestellt. Viskose wird auch natürliche Kunstfaser genannt. Die eigentliche Bambusfaser ist nur 2 bis 3 mm lang und nicht spinnbar.

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Tweed – raue Schönheit aus Wolle

Tweed ist ein sehr strapazierfähiger (oft reicht lüften), Schmutz unempfindlicher (Flecken lassen sich rausreiben), wasserabweisender (hoher Lanolingehalt – Wollfett), reißfest (durch zusätzliches Zwirnen) Stoff.

Tweed ist ein reiner Wollstoff in Streichgarnqualität. Die Wollfasern werden nicht gekämmt, so wie es beim Kammgarn gehandhabt wird, sondern nur kardiert. Kardieren wird auch als Streichen bezeichnet. So bleiben die kurzen Fasern erhalten. Dies ist ein Charaktermerkmal des Stoffes. Er wird dadurch rau, unregelmäßig und haarig in der Oberfläche.

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Brennnessel mehr als Unkraut

Das Leinen der armen Leute.“

Die Brennnessel, die vielen als Unkraut aus Garten oder Grünanlagen bekannt ist, brennt oder beißt durch ihre Brennhaare auf der Haut. Sie gehört zu den Nesselgewächsen und wird bei einer Lebenserwartung von 20 Jahren bis zu 3 Meter hoch.

Botanisch gehört die Pflanze zu der Familie der Urticaceen (Brennnesselgewächse), die heute in Nepal noch angebaut wird.

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Seide, tierisch(e) schöne Faser

Die Naturseide ist tierischem Ursprungs aus dem Kokon eines unscheinbaren Schmetterlings wird sie gewonnen. Die Seidenherstellung und die Zucht der Seidenraupen hat ihren Ursprung in China. Dort ist die Seidenproduktion seit dem 2. Jahrhundert v. Chr. nachweisbar. Andere Quellen gehen davon aus, dass die Seidenproduktion in China schon im 5.- 4. Jahrtausend v. Chr. begonnen hat.

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Bananenfaser, aber nicht aus der Frucht!

Bei den Textilfasern aus Bananenfaser wird zwischen zwei Arten unterschieden.

Zum einen die Faser, die aus der wirklichen Bananenstaude gewonnen wird.

Die Stauden werden nach der Ernte der Früchte zurück geschnitten. Aus dem Stamm lassen sich durch Einweichen und Aufkochen/Auswaschen Fasern gewinnen. Diese Fasern sind spinnbar.

Der andere Rohstofflieferant ist die Abacapflanze. Diese in Ostasien beheimatete Pflanze, aus der Familie der Bananengewächse, trägt keine genießbare Früchte. Die Fasern werden in diesem Fall aus den Blättern gewonnen. In der Textilindustrie spielen beide Fasern zur Zeit keine große Rolle.

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