Unsere Vorfahren fingen vor langer Zeit an Fasern zu verspinnen und zu verweben. In dieser Zeit etwa, wurde vermutlich auch mit dem Färben begonnen.

Zunächst verwendeten die Menschen Beeren, Flechten, Wurzeln oder Rinden. Diese pflanzlichen Farben ergeben zarte Töne.

Um Farbe aus dem Rohmaterial zu gewinnen, werden die Pflanzenteile zerkleinert, zerquetscht, gemahlen oder zu Pulver verarbeitet, eingeweicht und gekocht.

Soll nun gefärbt werden, kommt das Färbegut (Stoff oder Wolle) in den aufbereiteten Sud und wird sanft gekocht. Ist der gewünschte Farbton erreicht, spült man den Stoff bzw. die Wolle aus und lässt ihn trocknen. Wenn gewünscht, färbt man das Färbegut ein weiteres Mal.Durch die Zugabe von Beizmitteln verändert sich das Färbeergebnis, es verändert die Farbe. Die Farbe wird außerdem haltbarer. Die Beize ist eine chemische Brücke zwischen Faser und Farbstoff. Früher färbten die Menschen mit Essig oder Ammoniak z.B. Pferdeurin.Der Färber heute verwendet Chrom, Zinn, Kupfersulfat, Eisen, Weinstein und Alaun.

Färben ist ein sehr großes vielschichtiges Gebiet, welches sich nicht in einem Beitrag erklären lässt. Färben wir immer wieder als Thema im Blog angesprochen. Hier einige Fotos zum Thema, ohne Wertung in der Reihenfolge.

Seide mit Naturfarben gefärbt (Rhainfarn, Schlif, Krapp)

Seide mit Naturfarben gefärbt (Rhainfarn, Schlif, Krapp)

 

Schafwolle mit Naturfarben gefärbt

Schafwolle mit Naturfarben gefärbt

 

Färbekessel Wikingermuseum Haithabu

Färbekessel Wikingermuseum Haithabu

Färben im Filzwerk

Färben im Filzwerk

 

Wer die Welt bewegen will,

sollte sich selbst bewegen.

Sokrates