Faser Geschichten und Geschichte

Autor: Gabriele Franke (Seite 39 von 45)

Tweed – raue Schönheit aus Wolle

Tweed ist ein sehr strapazierfähiger (oft reicht lüften), Schmutz unempfindlicher (Flecken lassen sich rausreiben), wasserabweisender (hoher Lanolingehalt – Wollfett), reißfest (durch zusätzliches Zwirnen) Stoff.

Tweed ist ein reiner Wollstoff in Streichgarnqualität. Die Wollfasern werden nicht gekämmt, so wie es beim Kammgarn gehandhabt wird, sondern nur kardiert. Kardieren wird auch als Streichen bezeichnet. So bleiben die kurzen Fasern erhalten. Dies ist ein Charaktermerkmal des Stoffes. Er wird dadurch rau, unregelmäßig und haarig in der Oberfläche.

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Von der Wolle zum Krempelband geklickt

Im schleswig- holsteinischem Löwenstedt steht eine Krempelband- Maschine.

An einem Tag der offenen Tür entstanden folgende Fotos. Diese altertümlich wirkende Maschine stellt aus der Schafwolle des eigenen Betriebes unter andern Krempelband her, welches sich gut verspinnen lässt.

Doch zunächst muss die Wolle aufgelockert werden. Dies geschieht hier mit Hilfe einer anderen Maschine.

 

Auflockern

Auflockern

Auf den Walzen der elektrisch betrieben und recht lauten Maschine wird dann zunächst ein Vlies hergestellt. Dieses wird dann anschließend durch einen sehr großen Trichter zu einem Krempelband verarbeitet.

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Brennnessel mehr als Unkraut

Das Leinen der armen Leute.“

Die Brennnessel, die vielen als Unkraut aus Garten oder Grünanlagen bekannt ist, brennt oder beißt durch ihre Brennhaare auf der Haut. Sie gehört zu den Nesselgewächsen und wird bei einer Lebenserwartung von 20 Jahren bis zu 3 Meter hoch.

Botanisch gehört die Pflanze zu der Familie der Urticaceen (Brennnesselgewächse), die heute in Nepal noch angebaut wird.

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Fischers Tracht nicht Fischers Fisch

Gutbürgerliche Tracht von 1480

original nachempfunden, hier auf einem Verkaufsstand eines Fischers;

Hose waidblau gefärbte Wollhose aus einer Kupferfärbung

Die Hose ist an den Wams angenesstelt.

Wams ist im burgundischem Schnitt gearbeitet und mit Leinenstoff gefüttert.

Die Färbung ist eine Küppenfärbung, d.h. zuerst mit Eichengalle und dann mit Waid gefärbt.

Mütze ist ein Chapé (franz. Kappe) Sie ist eine Weiterentwicklung des Gugels. Im 14. Jh. war

die Mützenform dem Adel vorbehalten.

Der eine wartet bis die Zeit sich wandelt,

der andere packt sie kräftig an und handelt.

Dante