Faser Geschichten und Geschichte

Kategorie: tierisch (Seite 3 von 4)

Skudden – ein Steckbrief

Stammen aus: Herkunftsgebiet ist der südöstliche Ostseeraum, Baltikum und

Ostpreußen
Werden groß: Widerristhöhe von 50- 60 cm

Wiegen in kg: Weibliche Tiere 30- 35 kg

Böcke 40- 50 kg

Ihre Wolle: -Eignet sich zum Spinnen (Achtung keine Elastizität) und

sehr gut zum Filzen;

-Beim Färben bleiben die Grannen weiß, oder färben sich

Pastell;

-Die Wolle besteht aus 3 Haartypen:

Feine Unterwolle, langes Deckhaar als Schutz vor Regen und Schnee und Grannen oder Stichelhaar

 

 

Ihre Beruf: Vorrangig Landschaftspfleger

Und ihre Eigenarten: Die Skudden gehört zu den Landschafrassen und

gehört zu den gefährdeten Haustierrassen. Sie ist

kleinrahmiges, weißes, schwarzgraues oder gold-

braunes Heideschaf, kurzschwänzig mit kleinen

Ohren. Die Böcke tragen Mähne und Schnecken-

Gehörn. Weibliche Tiere sind hornlos.

Bei einer Schur, meist Ende April bis Anfang Mai,

erhält man 1-2 kg Vlies.

Wenn man Dummheiten macht,

müssen sie wenigstens gelingen.

Napoleon Bonaparte

1864 – Deutsch-Dänischer Krieg

Österreichische und preußische Truppen (Deutscher Bund) standen im Krieg mit den dänischen Truppen (Königreich Dänemark).
Voran gegangen war eine Verfassungsänderung im Parlament in Kopenhagen: Schleswig sollte zu einem integralen Bestandteil Dänemarks werden. So zogen die dänischen Soldaten in jenem bitter kalten Winter 1863/64 in den Krieg (Kriegsausbruch 1.2.1864).

Bilder aus der Museumsausstellung inDannewerk, 2014

Bilder aus der Museumsausstellung inDannewerk, 2014

Schutz vor dieser klirrenden Kälte gaben die Uniformen nur bedingt. Sie bestanden aus Leinenhemd mit Stehkragen und Halsbinde, einer Wollhose ohne Gürtel aber mit Hosenträgern, sowie einem Waffenrock aus Wollstoff mit Koppel und goldenen Knöpfen und einer Schirmmütze au Wolle. Jeder Soldat hatte einen Tornister und einen Brotbeutel für persönliche Verpflegung und private Dinge. Die Truppe war Selbstversorger, auch für die Pferde mussten sie sorgen.

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Seidenflicken – kurz aber interessant

Seide ist zärtlicher als jede Männerhand.
Elmar Kupke

 

Halbseidene Stoffe

hier besteht der Schussfaden aus z.B. Leinen,
Seidenstoffe haben einen Seidenschuss.
Geh aus, mein Herz, und suche Freud

Die Bäume stehen voller Laub /
Das Erdreich decket seinen Staub
Mit einem grünen Kleide.
Narcissus und die Tulipan,
Die ziehen sich viel schöner an /
Als Salomonis seyde.

Paul Gerhadt, 1653

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Tweed – raue Schönheit aus Wolle

Tweed ist ein sehr strapazierfähiger (oft reicht lüften), Schmutz unempfindlicher (Flecken lassen sich rausreiben), wasserabweisender (hoher Lanolingehalt – Wollfett), reißfest (durch zusätzliches Zwirnen) Stoff.

Tweed ist ein reiner Wollstoff in Streichgarnqualität. Die Wollfasern werden nicht gekämmt, so wie es beim Kammgarn gehandhabt wird, sondern nur kardiert. Kardieren wird auch als Streichen bezeichnet. So bleiben die kurzen Fasern erhalten. Dies ist ein Charaktermerkmal des Stoffes. Er wird dadurch rau, unregelmäßig und haarig in der Oberfläche.

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Seide, tierisch(e) schöne Faser

Die Naturseide ist tierischem Ursprungs aus dem Kokon eines unscheinbaren Schmetterlings wird sie gewonnen. Die Seidenherstellung und die Zucht der Seidenraupen hat ihren Ursprung in China. Dort ist die Seidenproduktion seit dem 2. Jahrhundert v. Chr. nachweisbar. Andere Quellen gehen davon aus, dass die Seidenproduktion in China schon im 5.- 4. Jahrtausend v. Chr. begonnen hat.

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Kaschmir- Ziege und Cashgora

 

Der Lebensraum der Ziege ist Mittelasien, China, der Himalaja, Tibet, die Kirgisische Steppe, Pamir, Usbekistan und die Mongolei. Die Kaschmirziegen vertragen Kälte und Hitze. So leben sie in einer Höhe von 500 Meter bis 4500 Meter und bei Temperaturen bis zu – 35 Grad. Sie mögen heiße trockene Sommer und kalte Winter. Feuchtigkeit macht die Ziegen krank. Sie erreicht ein Schultermaß von ca. 60 cm. Je kälter der Lebensraum der Ziege ist, umso besser ist die Wollqualität. Ihr Ursprung wird im Norden Indiens in der Provinz Kashmir vermutet. 1664 berichtete ein französischer Arzt erstmalig von den Tieren nach seiner Rückkehr aus dem Himalaja.

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