Faser Geschichten und Geschichte

Schlagwort: Weben (Seite 4 von 7)

Bogolan, ein Stück Afrika und ?

Bogolan

auch mit Schlamm hergestellt oder Schlammtuch genannt.
Es ist eine Färbetechnik, die im Süden und Osten von Mali und den angrenzenden Gebieten praktiziert wird. Hier ist die Heimat des Bogolan.
Bogolan ist ein Wort des Volksstammes der Bambara, die am Niger im Südosten von Mali und im Nachbargebiet in Bukina Faso leben. Es ist ein Wort, das sich aus „bogo“ für Schlamm und „lan“ für gemacht zusammensetzt.
Bogolanfini heißen so Lehmstoffe, bezeichnet damit die Färbetechnik. Im englischen auch als „mudchloth“ bezeichnet.

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Weben auf einfachen Rahmen

Einfache Webhilfen oder Webrahmen sind schnell gebaut, hier zwei Beispiele:

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Weben und seine Begriffe

Webkämme

aus Holz werden Gatter- oder Gördelkämme genannt. Sie dienen in der Handweberei bzw. in der Bandweberei zur Fachbildung für den Schussfaden und schlagen diesen an das bereits fertige Gewebe an. Die Holzzähne stehen quer zur Webekante und sind in der Mitte durchbohrt. Webkämme halten die Kettfäden sortiert und führen diese in der vorgeschrieben Breite und Dichte.

 

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Muschelseide, Faser aus dem Meer

(Byssus oder Byssos, aus dem griechisch-latain für reiner Flachs)

wird auch Seeseide genannt. Gewonnen wird die Faser aus den Haftfäden, dem Faserbart (Byssus) der größten Muschel des Mittelmeeres, der Steckmuschel Pinna nobilis. Aristoteles beschrieb sie als „seidentragende Muschel“. Andere Namen dieser Muschel sind „Spinnerin aus der See“ oder „Seeseidenraupe“.

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Wie, wer, was?

Ich sehe seidene Kleider,
sofern man als Kleider bezeichnen kann,
was weder für den Leib
noch für das Schamgefühl
einen Schutz darstellt und
was für ungeheure Summen Geldes
von unbekannten Völkern eingehandelt wird.
Seneca, geboren ca. im Jahre 1 in Corduba, gestorben 65 n. Chr. in Rom; Philosoph, Dramatiker, Naturforscher, Staatsmann und ein maßgeblicher Erzieher des späteren Kaiser Nero; Verfasser einer Denkschrift zum Thema „Warum es weise ist, dass Herrscher Milde walten lassen sollten (de clementia).

Verbiete du dem Seidenwurm zu spinnen,
Wenn er sich schon dem Tode näher spinnt:
Das köstliche Geweb´entwickelt er
Aus seinem Innersten und lässt nicht ab,
Bis er in seinen Sarg sich eingeschlossen.
Goethe, Torquato Tasso

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Sulawesi Technik – Brettchenwebtechnik

Indonesien liegt zwischen Asien und Australien, er ist der größte Inselstaat der Welt. Sulawesi ist eine der 17 000 Inseln.

Sulawesi ist die Heimat der gleichnamigen Brettchenwebtechnik auch Dreifarbiger Doubleface genannt. Damit bezeichnet Sulawesi keine Webtechnik, sondern eine Region in der die Bänder in dieser Technik hergestellt werden.

Auf Sulawesi leben verschiedene Stämme mit verschiedenen Traditionen, so ist es auch in der Weberei. Die Toraja, so wird vermutet, sind möglicherweise aus dem südchenesischen Raum eingewandert. Der Name stammt aus der buginesischen Sprache „To Riaja“, das so viel wie „Leute aus dem Bergland“ bedeutet.

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Zwirnen und andere Begriffe aus der Welt der Textilien

Zwirnen

heißt, 2 gesponnene Fäden miteinander, jedoch in entgegengesetzter Richtung

zu verdrehen. Dadurch werden der Drall gemindert, Unebenheiten ausgeglichen und der Faden stabilisiert. 2 Fäden = 2fach Zwirn und 3 Fäden = 3fach Zwirn. Oder: 2 bzw. mehrere parallel laufende Einzelfäden werden mit einer bestimmt Drehung zu einem Gesamtfaden zusammengefügt.

Zopf

ist der Strang einer geschorenen Kette, der durch häkelähnliche Schlaufen die Fäden verkürzt und dafür sorgt, dass diese sich nicht verwirren.

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Goethe zum Thema Weben und …

„So schauet mit bescheidnem Blick,
Der ewigen Weberin Meisterstück.
Wo ein Tritt tausend Fäden regt,
Die Schifflein hinüber, herüber schießen,
Die Fäden sich begegnend fließen,
Ein Schlag tausend Verbindungen schlägt.
Das hat sich nicht zusammen gebettelt,
Sie hat’s von Ewigkeit angezettelt;
Damit der ewige Meistermann
Getrost den Einschlag werfen kann.“

Goethe, aus Gott und Welt

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Jostenbänder

Jostenbänder sind Bänder mit einer sehr alten Tradition im Ostseeraum.
„Jost“ ist altpreußisch und bedeutet „Gürtel“. Es ist ein gewebtes buntes Band das als Gürtel, Schürzenband, Hosenträger, Verschlüsse oder Trageriemen benutzt wurde und sehr viele und reichliche Muster hatte. Im Norden Ostpreußen gehörte es zur Tracht, als Gürtel oder Schmuckband.

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Alles eine Frage der Bindung?

Leinwandbindung

ist die engste, einfachste und festeste Bindung. Sie gehört zu den Grundbindungsarten.

Es geht immer ein Schussfaden unter und über einen Kettfaden (im Wechsel).

Andere Bezeichnungen für Leinwandbindung sind in der
– Baumwollweberei: Kattunbindung

– Wollweberei: Tuchbindung

– Seidenweberei: Taftbindung

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