Faser Geschichten und Geschichte

Autor: Gabriele Franke (Seite 33 von 45)

Kardendisteln – nützliche Disteln?

Die Karde ist eine zweijährige, stachlige bzw. borstige Staude der Gattung der Kardengewächse. Sie wächst in Europa, Vorderasien und Nordafrika auf tonigem Boden.

Die hellviolett blühende Weberdistel oder Walkerdistel wurde früher zum Aufrauen von Wollstoffen benutzt.

Dieses Verfahren zur Herstellung von Fell-Imitaten kannten schon die Wikinger.

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Sisal – Faser der Agave

Sisalfasern werden aus der Agavenpflanze gewonnen.

Diese wird auf den Philippinen, in Afrika, Indien, Brasilien, Indonesien und Mexiko angebaut. Der Name lässt sich auf den 1. Ausfuhrhafen zurück führen: den Hafen Sisal auf der Halbinsel Yucatan in Mexiko.

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Nadelbindung, echt nordisch

Nadelbinding wird auch Schlingentechnik genannt und zählt zu den ältesten Stoffbildungstechniken. Textilfunde in Nadelbindung gibt es aus der späten Steinzeit bzw. Bronzezeit. Die Wikinger haben diese Technik beherrscht.
Nadelbindung ist aus dem Dänischen abgeleitet und wird dort als Nalbinding bezeichnet.

Neuzeit- Wikinger beim Nadelbinding

Neuzeit- Wikinger beim Nadelbinding

Diese Handarbeitstechnik war bei uns praktisch ausgestorben, vermutlich im 13. Jh. als das Stricken aus dem arabischen Raum zu uns kam. Die Tradition überlebte im skandinavischen Raum.

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Aus der Spinnrad- Geschichte

Spinnräder im Garten

Ende des 12. Jh. breitete sich das Spinnrad aus dem Orient kommend immer weiter in Europa aus.
Im 13. Jh. wurde das Spinnrad in vielen Städten Europas durch die Zünfte verboten:

1224 in Venedig,1256 in Bologna,1268 in Paris,1288 in Abbeville und 1292 Siena.
1349 stand im „Livre des metiers“ in Brügge, dass die Wolle die mit dem Rad gesponnen wurde, zu schwach, ungenügend gezwirnt, ungleichmäßig und knotig sei. Möglicherweise sollte mit den Verboten die Heimarbeit der Frauen geschützt werden, die Wolle per Handspindel herstellten. Konkurrenz durch preisgünstigere Massenware war schon damals ein Thema.

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Geburt des Schmetterlings

Ein Wissenschaftler beobachtete einen Schmetterling und sah, wie sehr sich dieser abmühte, durch das enge Loch aus dem Kokon zu schlüpfen. Stundenlang kämpfte der Schmetterling, um sich daraus zu befreien. Da bekam der Wissenschaftler Mitleid mit dem Schmetterling, ging in die Küche, holte ein kleines Messer und weitete vorsichtig das Loch im Kokon damit sich der Schmetterling leichter befreien konnte. Der Schmetterling entschlüpfte sehr schnell und sehr leicht. Doch was der Mann dann sah, erschreckte ihn doch sehr. Der Schmetterling der da entschlüpfte, war ein Krüppel. Die Flügel waren ganz kurz und er konnte nur flattern aber nicht richtig fliegen.

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Die Natur ist voller Fasern – weitere Bespiele

Torffaser oder Torfwolle

ist eine Mischung aus Schafwolle z.B. Merino und den Blattscheiden des Wollgrases.

Das Wollgras kommt in den Hochmooren vor. Torffasern sind ein Abfallprodukt bei der Torfgewinnung.Torfwolle ist aktiv wärmend, vitalisierend, wärmeisolierend, feuchtigkeitsregulierend und bakterienhemmend.

Torfwolle

Torfwolle

Yuccafasern

sind Blattfasern der Yuccapflanze (Faserlilie). Sie wächst im südlichen Amerika und wird in Europa gezüchtet. Sie findet aufgrund der aufwendigen Handarbeit in der Herstellung wenig Absatz.

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Was ist das denn da?- Auf dem Dachboden gefunden.

Manchmal lässt uns das Gedächtnis einfach im Stich. Woher habe ich die „Anhänger“ nochmal?

Zusammen mit 2 Netznadeln aus dem Bereich der Fischerei lagen in einem Umschlag folgende Dinge:

Die Netznadeln sind in den Bestand von Herrn Nadler übergegangen. Herr Nadler hat eine umfangreiche Sammlung zum Thema Fischerei und kennt sich gut in diesem Thema aus. Die eine Nadel stamme mit sehr großer Wahrscheinlichkeit aus Indonesien, so seine Ausführung. Zu den anderen Objekten konnte er keine Auskunft geben. Die 2. Nadel ist weniger spektakulär. www.historischerfischer.de

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