Die Karde ist eine zweijährige, stachlige bzw. borstige Staude der Gattung der Kardengewächse. Sie wächst in Europa, Vorderasien und Nordafrika auf tonigem Boden.

Die hellviolett blühende Weberdistel oder Walkerdistel wurde früher zum Aufrauen von Wollstoffen benutzt.

Dieses Verfahren zur Herstellung von Fell-Imitaten kannten schon die Wikinger.

Kardieren

wird auch kardätschen, krempeln, kratzen oder kämmen genannt.

Kardieren dient als vorbereitende Handlung zum Spinnen, wobei die einzelnen Fasern z.B. der Wolle in eine Richtung angeordnet werden.

Als es noch keine Maschinen (Kardiermaschinen, Krempelmaschinen) für diesen Arbeitsschritt gab, verwendeten die Menschen zuerst Disteln. Sie werden noch heute Kardendisteln genannt. Später entwickelten die Menschen Handkarden. Das sind gewölbte Bretter mit sehr vielen kleinen Nägeln.

alte Handkarden von Föhr

alte Handkarden von Föhr

1748 erhielt der Engländer Daniel Bourn aus Leominster ein Patent auf eine Walzenkarde. Im selben Jahr kam es zu einer ähnlichen Entwicklung in Birmingham durch Lewis Paul und John Wyatt. Sie erhielten ein Patent für eine Handwalze.

Walzen einer Kadiermaschine in Goltorf

Walzen einer Kadiermaschine in Goltorf

 

Wahrlich beständig ist allein der Wandel.

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