Viskose wird zu 99% aus Zellulose (Grundbestandteil aller pflanzlichen Fasern zum größten Teil aus zusammenhängenden Traubenzuckermolekülen) hergestellt.

Viskose ist eine Chemiefaser aus natürlichen Polygmeren (grich. poly – viel, meros), die zu den Filamenten zählt.

Zellulose ist also eine Faser, die zur Spinnbarmachung vorübergehend chemisch zu einer Spinn- Masse modifiziert wird und mit Hilfe von Natronlauge und Schwefelkohlenstoff verflüssigt. Danach wieder zu Zellulose regeneriert wird.

Viskose ist ein mit chemischer Hilfe umgewandeltes Naturprodukt, kommt in Baumwolle und Holz (Hauptanteil bei der Produktion) vor.
Viskose hat eine hohe Feuchtigkeitsaufnahme, lässt sich gut färben, zeichnet sich durch eine geringe Festigkeit aus. Viskose hat einen weichen Griff, eine hohe Lichtbeständigkeit und ist leicht brennbar.
Viskose wird zu Futterstoffen, Blusen, Hemden und Dekostoffen verarbeitet.
Kurz bemerkt:
Friedrich Schönbein und sein Missgeschick
Der Chemiker Friedrich Schönbein, wohnhaft in Basel, verschüttete beim Experimentieren Salpetersäure und Schwefelsäure. Mit seiner Baumwollschürze wischte er die Flüssigkeit auf. Dann hängte er die Schürze zum Trocknen über den warmen Ofen.

Es kam zu einer Verpuffung.

Die „Schießbaumwolle“ war damit erfunden.

Seine Schlussfolgerung:

Zellulose lässt sich durch chemische Eingriffe völlig verändern.

Baumwolle besteht zu 90% aus Zellulose.
Und dann noch?
Graf Hiolaire de Chardonnet löste nitrierte Zellulose in einem Gemisch aus Alkohol und Äther. Presste es durch ein kleines Glasrohr und verdampfte das Lösungsmittel wieder. Er gewann einen seidigen und festen Faden.
Diese Arbeit brachte ihm 1855 das 1. Patent für Chemiefasern. Er gründete 1891 in Besancon die 1. Kunstseidenfabrik.

Das Leben ist das, was passiert, wenn du andere Dinge im Kopf hast.

John Lennon