Weberlied
Ich schätze meinen Webstuhl
Viel höher als die hohe Schul.
Jesu halte mit mir Schul
Wenn ich sitz im Weberstuhl.
Faser Geschichten und Geschichte
Ich schätze meinen Webstuhl
Viel höher als die hohe Schul.
Jesu halte mit mir Schul
Wenn ich sitz im Weberstuhl.
Texte aus einem kleinen Buch, die allen Textilarbeitern gewidmet wurden.

Altes Büchlein mit Gebrauchsspuren

Weberwahlspruch

Textseite

Textseite
Auf, kommt in die Felder und blühenden Au’n
Das liebliche Pflänzchen der Mädchen zu schaun!
Es wächset und es grünet so freundlich und zart,
Jungfräulich-bescheiden in eigener Art.
Laut rauschet vom Golde der Ähren das Land.
Still grünet das Pflänzchen in schlichtem Gewand;
Doch trägt es ein Krönlein von himmlischen Blau,
Des Krönleins Gestein ist der funkelnde Tau.
Einst sitzt im Stübchen, schlicht und klein
Stankt Annens frommes Töchterlein
Maria, einsam und bedacht,
den Rocken leer zu sehn vor Nacht.
Plauderinnen, regt Euch stracks!
Brechet den Flachs,
Daß die Schebe springe,
Und der Brechen Wechselklang
Mit Gesang
Fern das Dorf durchdringe!
Herbstlich rauscht im Fliederstrauch
Kalter Hauch
Und der Nachttau feuchtet!
„Hast du wohl einen größeren Wohltäter unter den Tieren als uns?“ fragte die Biene den Menschen.
„Jawohl.“ erwidert dieser.
„Und wen?“
Eine alte Dame wohnte zusammen mit ihrem alten Schaf in einem großen Haus. Eines Tages ging sie auf den Speicher, um ein bisschen sauber zu machen.
Da entdeckte sie eine uralte Vase, die sie sofort anfing sauber zu rubbeln.
Auf einmal machte es „Pflub“ und ein großer, blauer Geist kam aus der Vase geschossen. Der Geist erklärte der alten Frau, dass sie nun drei Wünsche frei habe, weil sie ihn aus der Vase gerettet habe.
Arbeitslied einer Braut
Mein Liebster ist ein Weber:
Er webt so emsiglich
An einem Stückchen Linnen,
Der Linnen ist für mich!
Der Aufzug ist die Liebe,
Die Treue schießt er ein,
Denn Lieben muß mit Treuen
Recht fest verbunden sein.
Spinnenweben sind ein interessanter Rohstoff und nicht nur lästig oder gar schmutzig.
Hier ein Auszug aus dem Entwurf für ein Buch „Fritz träumt“:
….
Was macht der Mann denn da? Er ist aufgestanden. Was betrachtet er denn das Tor so genau? – Das muss Fritz genauer wissen und macht sich auf den Weg Richtung Tor. Es ist das Spinnenweben, was die Aufmerksamkeit des Mannes erregt.
Der Mann schaut lockend zu Fritz, dessen Knopfaugen zu leuchten beginnen.
„Die Königstochter soll sich
in ihrem 15. Jahr an einer
Spindel stechen und tot hinfallen.“
In Märchenbüchern wird zur Illustration des Märchen meist ein Spinnrad gezeigt. Im Text wird aber von einer herum springenden Spindel erzählt wird.
An einem Spinnrad gibt es aber keine Spitze, an der man sich stechen kann. Das Märchen ist vermutlich auch älter als die Technik des Spinnrades.