Schafsnase

Faser Geschichten und Geschichte

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Schlagwort: Flachs (Seite 2 von 3)

Großmutters Färbetrick

Es erinnert sich eine Großmutter an die ihre Großmutter:

Großmutter nahm den selbst gewebten und ungebleichten Leinenstoff und legte ihn in eine Lehmkuhle.

Sie rieb den Stoff mit fetten Lehm ein und übergoß ihn mit Wasser, um ihn in dieser Färbebrühe liegen zu lassen.“ Durch die aufgenommenen Eisenoxide erhielt der Leinen eine bräunliche Naturtönung, die sehr lange (oft länger als der Stoff) hielt.

Nachzulesen in „Färben mit Pflanzen“ Verlag freies Geistes Leben Renate Jörke

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Die drei Spinnerinnen

In der Kunkelstub’ alles schäkert und lacht,
Und wünscht sich eine gute Nacht.
Drei Mägdlein bleiben sitzen allein,
Nicht rasten Händchen und Füßelein.
Die roten Bäcklein glühen heiß,
Der Flachs an den Rocken ist zart und weiß.
Um den Flachs an jedem Rocken wand
Eine liebe Hand ein rosiges Band.
Brauthemden spinnen alle drei,
„Ach, käme der Frühling bald herbei.“

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Die Weiße Frau von Hildesheim

Damals, als die alte Kirche noch stand und vom Friedhof umgeben war, da wuchs an der Kirchhofsmauer ein mächtiger, alter Holunderbaum. Er war so mächtig, dass alle Leute aus der Stadt in seinem Schatten Platz fanden; und er war so alt, dass sein dicker Stamm schon ganz hohl war und ein Mann darin bequem hätte stehen können — aber es stellte sich keiner hinein. Denn in diesem Holunder wohnte ein Zauberfrau, deren Namen niemand kannte. Weil sie aber lange, weiße Haare hatte und ein langes, weißes Kleid trug, nannten die Leute sie einfach: die Weiße Frau. Oft ist sie erschienen, wenn sie gerufen wurde, besonders im Frühsommer, wenn der Lein himmelblau blühte, oder im Advent, wenn der erste Schnee fiel.

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Moralisches Spinnerlied

aus: Des Knaben Wunderhorn

von Armin v. Brentano

Spinn, Mägdlein Spinn!

So wachsen dir die Sinn;

Wachsen dir gelbe Haar,

Kommen dir die klugen Jahr.

Ehr, Mägdlein, ehr

Die alte Spinnkunst sehr;

Adam hakt und Eva spann,

Zeigen uns die Tugendbahn.

Lieb, Mägdlein , lieb

Der Hanna ihren Trieb;

Wie sie mit der Spindel kann

Nähren ihren blinden Mann.

Preis, Mägdlein, preis

Der Mutter Gottes Fleiß;

Diese heilige Himmelskron

Spann ein Röcklein ihrem Sohn.

Sing, Mägdlein, sing

Und sei fein guter Ding;

Fang dein Spinnen lustig an,

Mach ein frommes End daran.

Lern, Mägdlein, lern

So hast du Glück und Stern;

Lerne bei dem Spinnen fort

Gottesfurcht und Gotteswort.

Glaub, Mägdlein, glaub

Dein Leben sei nur Staub;

Daß du kömmst so schnell ins Grab,

Als dir bricht der Faden ab.

Lob, Mägdlein, lob

Dem Schöpfer halte Prob;

Daß dir Glaub und Hoffnung wachs

Wie dein Garn und wie dein Flachs.

Dank, Mägdlein, dank

Dem Herrn, daß du nicht krank,

Daß du kannst fein oft und viel

treiben dieses Rockenspiel.

Dank, Mägdlein, dank.

Der blühende Flachs Friedrich Adolph Krummacher

Auf, kommt in die Felder und blühenden Au’n

Das liebliche Pflänzchen der Mädchen zu schaun!

Es wächset und es grünet so freundlich und zart,

Jungfräulich-bescheiden in eigener Art.

Laut rauschet vom Golde der Ähren das Land.

Still grünet das Pflänzchen in schlichtem Gewand;

Doch trägt es ein Krönlein von himmlischen Blau,

Des Krönleins Gestein ist der funkelnde Tau.

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Maria spinnt Ballade von Karl Gottfried Leitner

 

Einst sitzt im Stübchen, schlicht und klein

Stankt Annens frommes Töchterlein

Maria, einsam und bedacht,

den Rocken leer zu sehn vor Nacht.

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Leinen mal anders gesehen

Flachszopf und Leinentuch

Flachszopf und Leinentuch

1 Morgen sind ¼ ha sind 2500 qm

Für die Fertigstellung des Flachsspinns dieser Fläche benötigt 1 Person 85 Tage.
Für das Spinnen dieses Spinns benötigt sie weitere 225 Tage.

„Uelzner Steinflachs“

20 Pfund fertiges Flachsspinn passen in ein Netz.
Diese Menge nannte die Menschen früher einen Stein.

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Beim Flachsbrechen von Johann Heinrich Voss

Plauderinnen, regt Euch stracks!
Brechet den Flachs,
Daß die Schebe springe,
Und der Brechen Wechselklang
Mit Gesang
Fern das Dorf durchdringe!
Herbstlich rauscht im Fliederstrauch
Kalter Hauch
Und der Nachttau feuchtet!

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Vom Flachs zum Leinen

Flachs („linum usitatissimum“) ist eine Bastfaser/Stängelfaser. Flachs wird ca. 1 m hoch mit über 200 Sorten bekannten Sorten trägt er weiße, rosa oder blaue Blüten. Er gilt als anspruchslos, aber frostempfindlich. Bis zu 2000 Pflanzen stehen auf 1 qm.

Flachs ist die älteste Kulturpflanze der Erde. Die Entwicklung der Menschen ist eng mit dem Flachs verbunden. Flachs wächst u.a. noch heute in Europa z.B. im Waldviertel in Österreich und in China. Die Ernte ist vor der Samenreife. Die Halme werden heute gemäht, früher wurden sie gerupft, dann zu Garben gebündelt und so getrocknet.

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Gesammelt und aufgebaut: Schafsnase auf Probe

Vor 5 Jahren habe ich alle damals gesammelte Stücke, Texte und Fotos probeweise aufgebaut. Ich hoffe, dass die Sammlung weiter wächst und noch inetessanter wird. Gerne nehme ich Sach- Spenden an (ohne Spendenquittung, da ich als Einzelperson nicht berechtigt bin.). Sobald sich ein passender Raum findet, wird die Sammlung wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

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Thema von Anders Norén.