Faser Geschichten und Geschichte

Autor: Gabriele Franke (Seite 27 von 45)

Baumfasern, gibt es das?

 

Tapa – Rindenbaststoff

In Polynesien und Melanesien werden Stoffe aus Rindenbast hergestellt, die Tapa genannt werden. Als Ausgangsstoff dient hauptsächlich der Papiermaulbeerbaum, aber auch verschiedene andere Bäume, z.B. Maulbeerbaum (tong.- hiapo).

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Vom Spinnrad

Drei Winter, vier Sommer, drei Äpfel am Baum
Jetzt komm‘ ich zu mei’m Schatz aus dem Arbeitshaus heim
Vom Spinnrad, vom Spinnrad, vom Spinnrad, trira
vom Spinnrad, vom Spinnrad, vom Spinnrad, halt’s an.
Jetzt hat mich mein Vater ins Arbeitshaus gegeben
das wegen meinem lustigen und liederlichen Leben
zum Spinnrad…

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Tiere im Himalaya

Pashmina

bezeichnet ein Tuch aus Kaschmir oder Kaschmir-Seide.
Das Wort „Pashmina“ stammt ursprünglich aus dem persischen Dialekt und bedeutet „Wolle“ oder „aus Wolle gefertigt“ – persisch: „pashm“ = „Wolle“.
Die Bezeichnung hat sich über Nepal und Nordindien verbreitet und ist heute ein Begriff für Tücher aus Kaschmirwolle (klassisch zu 70%) und Seide (klassisch zu 30%). Die Wolle ist das Unterhaar der Kaschmirziege.

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Wie, wer, was?

Ich sehe seidene Kleider,
sofern man als Kleider bezeichnen kann,
was weder für den Leib
noch für das Schamgefühl
einen Schutz darstellt und
was für ungeheure Summen Geldes
von unbekannten Völkern eingehandelt wird.
Seneca, geboren ca. im Jahre 1 in Corduba, gestorben 65 n. Chr. in Rom; Philosoph, Dramatiker, Naturforscher, Staatsmann und ein maßgeblicher Erzieher des späteren Kaiser Nero; Verfasser einer Denkschrift zum Thema „Warum es weise ist, dass Herrscher Milde walten lassen sollten (de clementia).

Verbiete du dem Seidenwurm zu spinnen,
Wenn er sich schon dem Tode näher spinnt:
Das köstliche Geweb´entwickelt er
Aus seinem Innersten und lässt nicht ab,
Bis er in seinen Sarg sich eingeschlossen.
Goethe, Torquato Tasso

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Weitere Redewendungen

Herein, wenn es kein Schneider ist.

Sie friert wie ein Schneider.

Er ist aus dem Schneider.

Ich knüpfe ein Netz aus Gedanken
Ümhülle damit dein Herz
Aus Zärtlichkeit webe ich Bande
Wie Seide so fein und stark.
Peter E. Schumacher

Da kriegst du doch die Motten!

Der Ausdruck „Die Motten“ ist ein sehr sarkastischer Begriff für die Tuberkulose (Schwindsucht). Er zählt zu den ca. 70 noch heute bekannten Begriffen aus der Sprache der Rotwelsch. Viele dieser Worte sind verrucht.
Es war die Sprache der Landsknechte, fahrenden Händlern, Betrügern, Schausteller, Huren und anderer Personen die zu den ausgegrenzten Mitmenschen gehörten. Diese Sprache entstand im späten Mittelalter und auch andere Menschengruppen hinterließen in ihr Spuren, wie zum Beispiel die Sinti und Roma. Rotwelsch, als Sprache, gab den Menschen eine Identität und ein Gefühl von Zusammengehörigkeit. Sie lässt sich als Code oder Geheimsprache gezeichnen.

Hier ist nur eine der vielen Redewendungen erklärt. Viele Spaß beim Erforschen der vielen anderen Sprichwörter.

Faden und Kleidung in Redewendungen

Er hängt sein Mäntelchen nach dem Wind.
Das geht mir über die Hutschnur.
Sie hat die Hosen voll.
Er muss sich nach der Decke strecken.
Da platzt mir der Kragen.
Da hat er Mannschetten vor.
Sie nagen am Hungertuch.
Sie ist unter die Haube gekommen.
Zuhause hat sie die Hosen an.
Das ist nicht meine Kragenweite.
Er hat sich in Schale geworfen.
Er sitzt hinter schwedischen Gardinen.
Er wirft ihm den Federhandschuh vor die Füße.

Garn auf einem Wikingermarkt

Garn auf einem Wikingermarkt

Du hast dich verhaspelt.
Hat sie dich umgarnt?
Ihm reißt der Geduldsfaden.
Das ist mit einer heißen Nadel genäht.
Sie erlebt ihr blaues Wunder.
Sie spinnen Seemannsgarn.
Da beißt die Maus keinen Faden ab.
Er sucht die Nadel im Heuhaufen.
Das hängt am seidenen Faden.

Verflixt und zugenäht.

Sulawesi Technik – Brettchenwebtechnik

Indonesien liegt zwischen Asien und Australien, er ist der größte Inselstaat der Welt. Sulawesi ist eine der 17 000 Inseln.

Sulawesi ist die Heimat der gleichnamigen Brettchenwebtechnik auch Dreifarbiger Doubleface genannt. Damit bezeichnet Sulawesi keine Webtechnik, sondern eine Region in der die Bänder in dieser Technik hergestellt werden.

Auf Sulawesi leben verschiedene Stämme mit verschiedenen Traditionen, so ist es auch in der Weberei. Die Toraja, so wird vermutet, sind möglicherweise aus dem südchenesischen Raum eingewandert. Der Name stammt aus der buginesischen Sprache „To Riaja“, das so viel wie „Leute aus dem Bergland“ bedeutet.

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