Faser Geschichten und Geschichte

Autor: Gabriele Franke (Seite 29 von 45)

Angorakaninchen – weiche Fasern

Die Faser wird aus den langen Fasern des Kaninchenfells gewonnen. Sie ist besonders leicht, geschmeidig, fein und weich. Die Wolle hat viele Hohlkammern, die kälteisolierend wirken und die Haare erreichen eine Länge von ca. 20 cm. Ein Tier gibt ca. 300- 350 g pro „Schur“. Die Tiere müssen durch Zupfen oder Scheren von ihrer Wolle befreit werden, da sie nicht von allein aus dem Fell rutscht. Dieser Vorgang findet während der Ruhephase der Haarfollikel statt.Die Wolle kann ohne Reinigen und Kadieren versponnen werden. Angorafilz wird aus Satinangorawolle hergestellt.

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Weihnachtliche Illusion

Glockenläuten, Kerzenschein – Warten auf die Weihnachtszeit.

Jeder Mensch – ob groß, ob klein stimmt sich auf das Christkind ein.

Weihnachtslieder, Engelein, inszenierte Frömmigkeit.

Jedes Jahr um diese Zeit sollen alle christlich sein.
Jesuskind mit Heiligenschein, unscheinbar, entbehrlich klein.

Unbedeutend – muss es sein! Schaltet bloß das Hirn nicht ein.

Schüttet euch nen Glühwein rein. Auf Kommando Fröhlichkeit.

Überall herrscht Festlichkeit – Weihnacht kann so hässlich sein.

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Goethe zum Thema Weben und …

„So schauet mit bescheidnem Blick,
Der ewigen Weberin Meisterstück.
Wo ein Tritt tausend Fäden regt,
Die Schifflein hinüber, herüber schießen,
Die Fäden sich begegnend fließen,
Ein Schlag tausend Verbindungen schlägt.
Das hat sich nicht zusammen gebettelt,
Sie hat’s von Ewigkeit angezettelt;
Damit der ewige Meistermann
Getrost den Einschlag werfen kann.“

Goethe, aus Gott und Welt

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Kette scheren

Nur ein kleiner Einblick:

Beim Kettescheren ist es praktisch Scherklammern zu verwenden.

Mit 2 Klammern werden zunächst 2 feste Punkte bestimmt. Der Abstand dieser Punkte entspricht der errechneten Länge der Kette. Der 3. Punkt wird ca. 10 cm vor der 2. Klammer bestimmt.

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Moralisches Spinnerlied

aus: Des Knaben Wunderhorn

von Armin v. Brentano

Spinn, Mägdlein Spinn!

So wachsen dir die Sinn;

Wachsen dir gelbe Haar,

Kommen dir die klugen Jahr.

Ehr, Mägdlein, ehr

Die alte Spinnkunst sehr;

Adam hakt und Eva spann,

Zeigen uns die Tugendbahn.

Lieb, Mägdlein , lieb

Der Hanna ihren Trieb;

Wie sie mit der Spindel kann

Nähren ihren blinden Mann.

Preis, Mägdlein, preis

Der Mutter Gottes Fleiß;

Diese heilige Himmelskron

Spann ein Röcklein ihrem Sohn.

Sing, Mägdlein, sing

Und sei fein guter Ding;

Fang dein Spinnen lustig an,

Mach ein frommes End daran.

Lern, Mägdlein, lern

So hast du Glück und Stern;

Lerne bei dem Spinnen fort

Gottesfurcht und Gotteswort.

Glaub, Mägdlein, glaub

Dein Leben sei nur Staub;

Daß du kömmst so schnell ins Grab,

Als dir bricht der Faden ab.

Lob, Mägdlein, lob

Dem Schöpfer halte Prob;

Daß dir Glaub und Hoffnung wachs

Wie dein Garn und wie dein Flachs.

Dank, Mägdlein, dank

Dem Herrn, daß du nicht krank,

Daß du kannst fein oft und viel

treiben dieses Rockenspiel.

Dank, Mägdlein, dank.