Faser Geschichten und Geschichte

Autor: Gabriele Franke (Seite 9 von 45)

Die heilige Nacht von Eduard Mörike

Gesegnet sei die heilige Nacht,
die uns das Licht der Welt gebracht!

Wohl unterm lieben Himmelszelt
die Hirten lagen auf dem Feld.

Ein Engel Gottes, licht und klar,
mit seinem Gruß tritt auf sie dar.

Vor Angst sie decken ihr Angesicht,
da spricht der Engel: „Fürcht’t euch nicht!“

„Ich verkünd euch große Freud:
Der Heiland ist geboren heut.“

Da gehn die Hirten hin in Eil,
zu schaun mit Augen das ewig Heil;

zu singen dem süßen Gast Willkomm,
zu bringen ihm ein Lämmlein fromm.

Bald kommen auch gezogen fern
die heilgen drei König‘ mit ihrem Stern.

Sie knieen vor dem Kindlein hold,
schenken ihm Myrrhen, Weihrauch, Gold.

Vom Himmel hoch der Engel Heer
frohlocket: „Gott in der Höh sei Ehr!“

Fritzchen und die Kollegen

Eine junge Familie spaziert am Deich lang. Das Kind hat ein Laufrad mit. Sie ändern ihre Richtung und nehmen den Weg zur Deichkrone. Dort bleiben sie, ziemlich dicht neben Fritz, stehen. Der kleine Junge lässt sein Laufrad fallen, stemmt die Arme in die Seiten, wobei er laut ruft: Überall Schafe!

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Wollgeschichte-n, Neues von Fritzchen

Heute ist ein heißer Tag, es weht ein sehr leichter Wind über den Deich. An der Seite, wo das Meer an den Deich plätschert, lässt es sich gut aushalten. Dösend liegen die Schafe verstreut im Gras. Was für eine Ruhe! Das bleibt heute bestimmt so, denkt Fritz, nachdem er sich einmal umgesehen hat. Er schloss wieder die Augen. Doch er sollte sich täuschen.

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