Eines der bekanntesten Lieder zu Nikolaus.

Nikolaus von Myra gilt als ein temperamentvoller streitbarer Mann. Doch soll er sehr diplomatisch gewesen sein. Sein Gedenktag ist der 6.12., der Geburtstag von der Heidengöttin Diana. Deren Tempel in Lykiens er zerstörte.

Während der Christenverfolgung wurde er gefangen und gefoltert (ca. 310 n.Chr.)

Die Legenden um Nikolaus erzählen von Geldgeschenken an den Vater dreier Töchter. Das Geld soll Nikolaus durch ein Fenster oder einen Kamin geworfen haben, damit die Mädchen aufgrund der Armut nicht zur Prostitution hergegeben werden mussten. Andere Legenden berichtet von Befreiungen von zu unrecht Verurteilten und Rettungen aus Seenot und vor Hungersnot.

Der Kult um Nikolaus entwickelte sich ca. 200 Jahre später. Mitte des 6. Jh. weihte Kaiser Justinian eine Kirche in Konstantinopel. Von hier breitete sich der Kult über Griechenland und die slawischen Länder Richtung Russland aus. In der byzantinischen Tradition ist Nikolaus einer meist verehrtesten Heiligen Russlands, gleich hinter Maria. Im 8. Jh. breitete sich der Kult bis nach Mitteleuropa aus.

Im 10. Jh. förderte Kaiserin Theophanu, griechische Ehefrau vom Kaiser Otto II. Den Kult um Nikolaus. Schon damals beschenkte er die Kinder, Grundlage war das „Bischofsspiel“ der Klosterschulen (Die Kinder durften für einen Tag Bischof spielen.)

Seine menschenfreundliche und hilfsbereite Art machte ihn zu einem sehr beliebten Volksheiligen. Seit 1555 ist Nikolaus als Gabenbringer für die Kinder belegt.

Das Nikolausschiffchen

Vor recht langer Zeit stellten die Kinder selbstgebastelte Nikolaus-Schiffchen (statt Schuhe) am Vorabend des Nikolaustages vor die Tür. Der Brauch ist seit dem 15. Jh. bekannt und führt auf den Schutzpatron Nikolaus zurück. Genannt wurde diese Tradition „Schiffchensetzen“.

Seine Attribute sind drei Goldkugeln/Steine/Äpfel/Brote oder Schiff oder Steuerrad. Er gilt als Patron sehr viele Berufe und unterschiedlicher Menschen. Zu denen gehören die Weber, die Spitzen- und Tuchhändler sowie die Knopfmacher.

Nikolaus, du guter Mann,
hast einen schönen Mantel an.
Die Knöpfe sind so blank geputzt,
dein weißer Bart ist gut gestutzt,
die Stiefel sind so spiegelblank,
die Zipfelmütze fein und lang,
die Augenbrauen sind so dicht,
so lieb und gut ist dein Gesicht.
Du kamst den weiten Weg von fern,
und deine Hände geben gern.
Du weißt, wie alle Kinder sind:
Ich glaub, ich war ein braves Kind.
Sonst wärst du ja nicht hier
und kämest nicht zu mir.
Du musst dich sicher plagen,
den schweren Sack zu tragen.
Drum, lieber Nikolaus,
pack ihn doch einfach aus.

unbekannt
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