Sie gehören zu der Pflanzengattung der Maulbeergewächse, genau wie die Feige.

Maulbeerbäume werden meistens als Busch oder Strauch angebaut. Sie wachsen so schneller sind besser zu ernten, erreichen eine Höhe von 6 bis 15 Meter. Der Maulbeerbaum ist frostempfindlich, daher nicht für raue Klimabereiche geeignet (Subtropische und tropische Heimat). Er ist pflegeintensiv und benötigt einen nährstoffreichen Boden.

Der weiße Maulbeerbaum (Morus Alba) ist als Nahrung für die Maulbeerspinner (Bombyx mori) besonders gut geeignet, andere Blätter frisst er nicht. Die Seidengewinnung ist direkt von der Pflanzung und Pflege der Bäume abhängig.

Es gibt sehr viele verschiedene Arten, in Japan ca. 700 Sorten. Aus der Gattungen der Familie Maulbeerbaum-Gewächse (Moraceae) werden auch andere als Futter verwendet. Der im Mittelmeerraum wachsende schwarze Maulbeerbaum (Morus nigra) ist als Nahrung geeignet (beide Sorten stammen aus Asien). In Europa wächst noch die Rote Maulbeere, sie stammt aus Nordamerika.

In Südeuropa wurden die Pflanzen als Bäume angepflanzt, sie dienten auch hier als Nahrung für die Seidenspinner. Preußenkönig Friedrich II. ließ ganze Alleen und Plantagen anpflanzen. Schon Friedrich Wilhelm I. Stellte Hugenotten in seinen Dienst um die Seidenraupenzucht in Brandenburg zu etablieren.

Zu Beginn des 20. JH. wurden die Seidenimporte aus Asien so preiswert, dass sich die Seidenzucht in Europa nicht mehr lohnte. Mit der Zeit verschwanden die Bäume aus den Stadtbildern. Heute ernten wir die Früchte für den Verzehr.

Farbe und Qualität des Seidenfadens bzw. der Seide ist nahrungsabhängig.

Weißer Maulbeerbaum – Weißer Seidenfaden.

Die Bäume wurden im alten China als Baum des Sonnenaufgangs und der Sonnen-Mutter verehrt. Im alten Griechenland dienten sie als Symbol der Klugheit.

Ih Holz wird zu Fässern und Musikinstrumente verarbeitet, der Fruchtsaft als Färbemittel und die Bastfasern zu Japanpapier.

Der Seidenspinner stammt ursprünglich aus China und gehört zu der Familie der Echten Spinner.