Backe, backe Kuchen,
der Bäcker hat gerufen.
Wer will guten Kuchen backen,
der muß haben sieben Sachen:
Eier und Schmalz,
Butter und Salz,
Milch und Mehl,
Safran macht den Kuchen gehl.
Schieb, schieb in’n Ofen rein!

Ein Kinderlied aus alten Zeiten, gebacken wird mit 7 Zutaten. Die letzte der Zutaten in der Aufzählung ist Safran. Safran ein Küchengewürz, ist teuer und färbt die Speisen (z.B. spanische Paella) dunkelorange bis goldgelb.

Echter Safran (Crocus sativus) zählt zu den Schwertliliengewächsen, der Gattung Krokus. Hauptanbaugebiete sind Afghanistan, Iran, das Mittelmeergebiet und Kaschmir. Verwendet als Gewürz werden die Staubblätter. Sie duften süß und aromatisch. Sein Name soll sich aus dem Persischen ableiten und so viel wie „Gelb sein/Gelb werden“ bedeuten.

Als falscher Safran (Saflor) wird die Färberdistel bezeichnet. In früheren Zeiten wurde die Färberdistel ( Carthamus tinctorius, ein- bis zweijähriger Korbblütler, Röhrenblüten) zum Färben von Stoffen z.B. Seide genommen. Auch die Distel färbt als Gewürz in Speisen, aber schwächer und ohne eigenes Aroma. Das Öl findet in Küche und Kosmetik Verwendung. Weitere Namen der Distel sind Öldistel, Fake Saffron oder auch deutscher Safran. Ableiten lässt sich der Name vom Arabischen „kurthum“ für „färben“ und von „tinctor“ aus dem Lateinischen für „färben“.

Sie ist eines der ältesten Färberpflanzen. Schon im alten Ägypten ca. 3500 v. Chr. färbten die Menschen ihre Leinentücher z.B. für Mumien mit der Färberdistel. Weitere Gebiete in denen die Distel kultiviert wurde sind China, Nordafrika und Japan. Mit den Römer kam die Pflanze nach Europa. Im Mittelalter war sie Bestandteil der Klostergärten.