Der Sommer ist die Zeit der bunten Farben. Hier einige kleine Anmerkungen zum Thema Farben in der Färberei von Textilien:

Purpur

bedeutet „hochrot“ und kommt vom Lateinischen „purpurn“ oder Griechischen „porphyra“den Namen für Purpurschnecke.

Indigo

ist ein dunkles Blau. Sein Name kommt aus dem Griechischen „indikon“, was „das Indische“bedeutet. Der Farbstoff stammt ursprünglich aus Ostindien.

Ecru

bedeutet „eierschalfarben“ und kommt vom französischen „écru“ was für ungebleicht, unbehandelt steht.

Blauholzschwarz

ist nur lichtecht, wenn es mit Waid oder Indigo vorgefärbt wird.
Eine Ecke bleibt beim Färben mit einem blauen Dreieck ungefärbt, dies dient als Beweis für die Doppelfärbung. Blauholz bleicht in ein Orange aus, wenn es nicht vorgefärbt ist. So kann der Betrug eines Färberes ans Licht kommen.

Die weiblichen Färbergallwespen

legen Eier in die jungen Triebe der Eiche. Die Eiche verteidigt sich durch Wucherungen um die Eier herum. Die Galläpfel werden vor dem Schlüpfen der Wespen gepflückt. Die Farbe ergibt ein intensives Schwarz. Die Färbetechnik ist seit dem Mittelalter bekannt und wurde vermutlich von den Arabern übernommen.

Berliner Blau

wurde 1710 in Berlinerfunden. Johann von Dippel und Wilhelm von Diesbach erkannten, dass Eisensalz und Blausäurekali ein prachtvolles Blau ergeben. Sie suchten damals einen Ersatzstoff für Indigo.

Färberdistel

auch Saflor genannt: Wird dem Sud Alkali beigemischt färbt die Färberdistel gelb,
mit Säure gemischt färbt sie Purpur-rosa. Im Alten Ägypten hatte die Färberdistel ein sehr hohen Stellenwert. Sie diente auch als Grabbeigabe. Sie wird auch als falscher Safran bezeichnet.

Ich knüpfe ein Netz aus Gedanken
Ümhülle damit dein Herz
Aus Zärtlichkeit webe ich Bande
Wie Seide so fein und stark.

Peter E. Schumacher