Musselin bedeutet auf Italienisch „mussolina“ und auf Französisch „mousselin“. Musselin wurde nach dem Exporthafen Mossul benannt. Mossul ist eine arabische Provinzhauptstadt im Irak am rechten Tibetufer. Dort wurde der Stoff auch zuerst hergestellt. Hier erhielt er orientalische Muster, die aufgedruckt wurden.

Es ist ein sehr leichter, feinfädiger, glatter, und lockerer Kammgarnstoff. Er wird in Leinwandbindung, sprich Tuchbindung aus Baumwolle oder Wolle gewebt.

Hergestellt werden die Stoffe seit dem 17. Jahrhundert. Seine Blütezeit hatte Musselin zum Ende des 18. Jahrhundert.

Heute kennen wir den Stoff zumeist aus Baumwolle oder Viskose mit Glanz und weichen Griff. Seine Verwendung findet er hauptsächlich im Bekleidungsbereich für Kleider oder Blusen.

Heute bezeichnen wir eine Soße nach Musselin: Musselinsoße ist eine Soße mit Sahne verfeinert. Einigen Hausfrauen kennen den Begriff Musselin auch als Tuch zum Entwässern von Quark.