Das Waldschaf

Dieses Schaf lebt im Bayrischen Wald und war/ist in Teilen von Österreichs und Tschechiens vertreten. Das Muttertiere wiegt ca. 45 bis 55 kg. Die Böcke bringen ein Gewicht bis 70 kg. Die Wolle ist geeignet zum Spinnen und Filzen. Es handelt sich um Mischwolle mit 3 Fasertypen: 1. Das Kurzhaar ist etwa 10 cm lang und flachbogig. 2. Das Lang- oder Grannenhaar, es ist 20- 30 cm lang und leicht gewellt. Es dient zur Lockerung des Vlieses und zum Ableiten des Regens. Die 3. Wollfasern sind 15 – 20 cm lang, stark gewellt und gekräuselt. Sie dienen der Isolierung gegen Kälte und Hitze. Auf ein Grannenhaar kommen 4 bis 5 Wollfasern. Die langen Grannenhaare lassen das Vlies zottelig aussehen.

 

Das Fuchsschaf

Diese Rasse lebt in vielen Mittelgebirgen Deutschlands. Es ist ein mittelgroßes Landschaf, mittelgroß und ohne Hörner. Altböcke wiegen 80- 100 kg, Jährlingsböcke: 50-70 kg und Muttertiere 55- 75 kg. Es werden ca. 4-5 kg Wolle pro Bock und 3- 4 kg Wolle pro Muttertier in den Farben beim Lamm dunkelbraun und in verschiedenen melierten Tönen gewonnen. Sein Beruf ist Landschaftspfleger, besonders für rauere Mittelgebirge. Das Fuchsschaf ist ein ebenmäßiges Landschaf mit schmalen edlem Kopf. Hinter den Ohren ist es wolllos. Das Schaf hat ein leichte Ramsnase. Neugeborene sind rotbraun und werden mit zunehmenden Alter heller. Verbreitete Schläge der Rasse sind Coburger Füchse, Oberpfälzer Füchse und Eifeler Füchse. Sein Fleisch ist schmackhaft und leicht wildähnlich und zart.

Die Moorschnucke

Früher war die Moorschnucke Zuchttier in Norddeutschlands Heidegebieten. Ihre Wolle ist zweiteilig. Das Oberhaar ist grob und das innere Haar feiner und weicher in reinweiß. Die Wolle ist sehr fettig. Die Moorschnucke ist auch ein Landschaftspfleger. Die Moorschnucke ist vom Aussterben bedroht. Sie gibt 2 bis 3 kg Wolle pro Tier und pro Jahr. Das fettarme Fleisch schmeckt kräftig und erinnert an Wild.

 

 

Leisten wir uns den Luxus,

eine eigene Meinung zu haben.

Otto von Bismark