Die Quellen sagen, dass Klöppeln schon im 16. Jh. in Italien bekannt war. Bis ins 19. Jh. wurden die Spitzen in Handarbeit gefertigt. Danach übernahmen Maschinen einen Teil der Arbeit.
Faser Geschichten und Geschichte
Die Quellen sagen, dass Klöppeln schon im 16. Jh. in Italien bekannt war. Bis ins 19. Jh. wurden die Spitzen in Handarbeit gefertigt. Danach übernahmen Maschinen einen Teil der Arbeit.
Das schöne Mai-Wetter hat auch Schafsnase in die Natur gelockt. Vor dem Schloss entstanden folgende Fotos, Federvieh statt Schafe und Fasern:

Familienausflug
Im düstern Auge keine Träne,
Sie sitzen am Webstuhl und fletschen die Zähne:
Deutschland, wir weben dein Leichentuch,
Wir weben hinein den dreifachen Fluch –
Wir weben, wir weben!
Kordeln dieser Herstellungstechnik wurden in London gefunden. Sie stammen aus dem späten 12. Jh. bis ins frühe 15. Jh.
Die Kordel wird dicker, wenn dickeres Garn verwendet wird. Die Kordeln sind sehr reißfest. Es gibt verschiedene Techniken beim Flechten.
Heute gibt es mal wieder etwas zum Nachmachen. Die Wahl ist auf einen Rundweb-Rahmen und auf eine Möglichkeit einen Webkamm her zustellen gefallen.

Die Ausstellungstücke müssen ausziehen. Doch zuvor gruppieren sich einige Stücke nochmal für ein paar Fotos. Hier eine Auswahl:

Haspel aus dem Rheinland
ist eine Flechttechnik zur Herstellung von Nesteln, Schnüren, Bordüren und Verzierungen. Diese wurden unter anderen für Urkunden benötigt.
Vor vielen Jahren lebte ein Kaiser, der so ungeheuer viel auf neue Kleider hielt, daß er all sein Geld dafür ausgab, um recht geputzt zu sein. Er kümmerte sich nicht um seine Soldaten, kümmerte sich nicht um Theater und liebte es nicht, in den Wald zu fahren, außer um seine neuen Kleider zu zeigen. Er hatte einen Rock für jede Stunde des Tages, und ebenso wie man von einem König sagte, er ist im Rat, so sagte man hier immer: „Der Kaiser ist in der Garderobe!“
Eichenbast ist eine Bastfaser (Sklerenchmfasern). Menschen in Mitteleuropa nutzten sie schon in der Jungsteinzeit (ungefähr die Zeit in der der Mensch sesshaft wurde, weg vom Jäger und Sammler), also lange bevor sie die Flachsfaser nutzten. Ungefähr zur gleichen Zeit verwendeten die Menschen unter anderen auch Lindenbast.
Rinne sanft, du weiche Welle,
Schöner Flachs durch meine Hände,
Daß ich dich mit stiller Schnelle
Fein zum goldnen Faden wende!
Du Begleiter meiner Tage
Wirst nun bald zum Tuch erhoben,
Dem ich alle Lust und Klage
Singend, betend eingewoben.
Wie so schwer bist du von Tränen.
Schwer von Märchen und von Träumen,
Wie so schwer vom schwülen Sehnen
Nach des Lebens Myrtenbäumen!
Ahnt wohl er, du traute Linne,
Welch geheimnisvolle Dinge,
Welchen Schatz der tiefsten Minne
Ich mit dir ins Haus ihm bringe?
Kühler Balsam seinen Wunden
Sollst du werden, mein Gewebe –
Wohl ihm, daß er mich gefunden
Unter dieses Gartens Rebe!
Wie durchdringt mich das Bewußtsein,
Daß ich ganz sein Glück soll werden
Und das Kleinod seiner Brust sein,
Und sein Himmel auf der Erden!Nur diesen letzten Rocken
Noch spinnt der Mädchenfleiß,
Dann schmiegt euch, meine Locken,
Dem grünen Myrtenreis!
Ich habe lang gesponnen
Und lange mich gefreut:
Zum Bleichen an der Sonnen
Liegt meine Jugendzeit.
Hat er wohl auch das Seine
Mit treuem Mut getan?
Betreten schon die eine,
Des Mannes Ehrenbahn?
Hat innig er begriffen
Die Arbeit seiner Zeit?
Hat er das Schwert geschliffen
Zum letzten Kampf bereit?
Weh ihm, wenn er nicht rechten
Für unsere Freiheit will!
Weh ihm, wenn er nicht fechten
Für sein gewissen will
Dann mag mein Liebster minnen
Nur auf und ab im Land
Und dies mein bräutlich Linnen
Wird dann sein Grabgewand!