Bradford, eine Stadt in West Yorkshire, Großbritannien, hat heute viele Bürger (ca. 30%) mit asiatischen Wurzeln. Sie stammen größtenteils aus Pakistan. So ist es nicht verwunderlich, dass hier heute neben Englisch Urdu und Panjabi gesprochen wird. Das war nicht immer so.

Mitte des 19. Jh. wanderten viele Deutsche in die Stadt. Die Textilindustrie boomte und so siedelten deutsche Händler, häufig jüdischen Ursprungs, in der Stadt. Die Deutschen bauten große Lagerhäuser um die Textilien unterbringen zu können bevor sie exportiert wurden. Es entstand ein reger Handel zwischen den Ländern England und Deutschland.

Mitten in Bradford gibt es ein Viertel, dass Little Germany heißt, was auf den o.g. Umstand zurück zuführen ist. Die Familie Delius stammt aus einer alten Textilfamilie aus Bielefeld und siedelte ca. 1850 in Yorkshire. Als viertes von 14 Kinder wurde Frederick 1862 geboren, er wurde ein bekannter Komponist in England.

In der Zeit von 1855 bis 1890 entstanden in dem deutschen Viertel 85 Gebäude im viktorianischen Stil. 55 der Gebäude stehen heute unter Denkmalschutz. In der damaligen Zeit war Bradford die Hauptstadt der Wollindustrie. Die Stadt erlebte sehr gute Zeiten. Auch hier war später die industrielle Revolution deutlich zu spüren.

Über diese Zeit der deutschen Händler und ihr Arbeit schreibt Susan Duxbury-Neumann in ihrem Buch „Little Germany“. Ich habe es von ihr vor einigen Wochen von ihr geschenkt bekommen. Vielen Dank noch mal dafür.

Rückseite des Buches mit Beschreibung

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Hoffnung ist wie der Zucker im Tee: Auch wenn sie klein ist, versüsst sie alles.

China

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