Hier einige Auszüge aus der Geschichte des Färbemittels:

Indigo zählt ca. seit 4000 Jahren zu den Färbemitteln der Menschen.

Ungefähr seid dieser Zeit züchten die Asiaten den Indigostrauch. Die Indigopflanze gehört zu de Familie der Hülsenfrüchte. Die Staude wird bis zu 150 cm hoch und hat rosa bis rote Blüten. Ihre Heimat ist Indien, China und das tropische Afrika. Die Blätter enthalten den Stoff Indican. Indigo ist ein organischer Küpenfarbstoff.

Über Syrien zum Beispiel kann der Farbstoff in den frühen Jahren (1200) nach Europa.

Erst im 16. Jh. kam der Farbstoff in größeren nach Europa. Mit der Einfuhr größerer Mengen des Indigofarbstoffes wurde die Färberei mit dem Färberwaid verdrängt.

1978 konnte Adolf von Baeyer erstmalig synthetischen Indigo herstellen. 1897 wurde das synthetische Indigo komplett als Farbstoff eingeführt.

Seid der Antike wird in Indien Indigo benutzt.

Die Maya im frühen Mittelamerika erhitzten ein Gemisch aus Blättern der Indigopflanze zusammen mit dem Mineral Palygorskit und Copal. Sie stellten so das Pigment Mayablau her, das zum Bemalen von Wänden und Färben von Keramiken diente, also rituellen Zwecken dienten. Die Priester der Maya färbten die Opfergaben einschließlich der zu opfernden Menschen blau. Die huldigten damit dem Regengott Chaak.

Indigofärbung kannte das antike Ägypten.Die Ägypter färbten ihr hochwertiges Indigo aus den Meeresschnecken der Gattung Murex. In Mumien der Ägypter, 2500 vor Christus, wurden mit Indigo gefärbte Bänder gefunden.

Heute ist Indigo allgegenwärtig: in unserer geliebten Jeanshose.

Wo Blumen blühen,
lächelt die Welt.

Ralph Waldo Emerson