Schafsnase wollte zu Weihnachten mal verreisen. Das Ziel war Lissabon, Portugals Hauptstadt.

Eine helle Ferienwohnung in der Nähe vom Martim Moniz mit Blick auf den „Conv. Nossa Senhora da Graca“ bzw. von dort in unser Wohnzimmer, war für einige Tage unser zuhause. Die Wohnung im 2. Stock liegt in einem der ältesten Teilen der Stadt, Alfama.

Blick auf unsere Ferienwohnung

Blick auf unsere Ferienwohnung

Viele der Häuser in den Gassen zieren noch die alten Fliesen und Wäscheleinen vor den Fenstern. In den viele kleine Läden in den engen Straßen gibt es so ziemlich alles: in Geschäft für Vorratsgläser, eines für Papiertücher, eins für Taschen (tatürlich auch Korktaschen) oder eins für Nähmaschinen (von ganz alt bis halbneu).

eine der vielen Treppen

eine der vielen Treppen

 

Sehenswürdigkeiten

Wie viele Touristen sind auch wir mit der „Elecrtico 28“ gefahren. Diese Straßenbahn ist eine kleine und feine Rundfahrt durch Lissabons Innenstadt. Schnell bekommt man einen Eindruck von der Stadt, die auf sieben Hügeln erbaut wurde. Irgendwie geht es immer rauf, meist durch äußerst kleine Gassen und selbstverständlich wieder runter zum Fluß „Rio Tejo“. Er entspringt in Spanien und mit 1007 km der längste Fluß der iberischen Halbinsel. Trotz bewölkten Himmels hatten wir an einem Tag das Glück im Liegestuhl an seinem Ufer sitzend einen Galao genießen zu können- Weihnachtsluxus für uns Norddeutsche.

An den ersten Tagen hatten wir ca. 14 Grad. Durchquerten wir meist zu Fuß die Stadt, was aufgrund der Hügel und Treppen recht anstrengend war. Die Metro ist ein gutes Verkehrsmittel für Touristen, wenn man längere Strecken zurück legen will. Fahrradfahren würden wir nicht empfehlen. Viele der touristischen Attraktionen haben wir so gehen:

  • „Rossio“ (Praca de D. Pedro IV) mit gleichnamigen Bahnhof
  • die Unterstadt „Baixa“, das Herz Lissabons,
  • „Praca do Comercio“ wohl einer der schönsten Plätze der Stadt,
  • „Castelo deSao Jorge“ die Festungsanlage mit Burgruine (erbaut von den Mauren),
  • Elevador de Santa Justa“ (auch Elevado do Carmo genannt) ein  Personenaufzug der die Unterstadt „Baixa“ mit der Obberstadt „Chiado“ verbindet.
  • Standseilbahnfahren mit „Ascensor da Gloria“, ein kurzes aber altertümliches Erlebnis stand natürlich auf dem Plan.
Standseilbahn Ascensores de Gloria

Standseilbahn Ascensores de Gloria

Um nur eine Dinge zu nennen, erwähnt werden soll noch ein Besuch in „Belem“ (portugiesisch für Betlehem). Belem liegt 7 km westlich der Innenstadt, ist aber gut zu erreichen. Der Weg führt am ehemaligen Königspalast „Palacio Nacional de Belem“, offizieller Amtssitz des Präsidenten vorbei. Wir probierten ein Vanilletörtchen der „Pasteis de Belem“, Pflichtprogramm. Im Sonnenschein genossen wir weitere Sehenswürdigkeiten das  „Mosteiro dos Jeronimos“ (das Hieronymitenkloster) sehr beeindruckend, sehr groß und Weltkulturerbe.

Klosteranlage

Klosteranlage

Wir schlenderten vorbei am „Torre de Belem“, dem Seefahrerdenkmal „Padrao dos Descobrimentos“ und natürlich genossen wir ein Sonnenbad am Fluß. Da das Wetter es gut mit uns meinte besuchten wir an einem anderen Tag den „Aqueduto das Aguas Livres“ der Aquädukt überstand das Erdbeben 1755 (Was die Stadt zum größten Teil zerstörte.) und war bis 1967 in Betrieb. Er ist 19 km lang, überquert das Tal von „Alcantara“ mit 35  gotischen Bögen. Es ist nicht so ganz leicht zu finden und war leider geschlossen (Es gibt einen Bus dorthin.)

Aquärdukt

Aquärdukt

Ein Strandspaziergang am Atlantik durfte nicht fehlen. Wir fuhren nach Estoril (Seeebad 25 km westlich von Lissabon) Ein hübscher Ort, gut mit der Bahn vom Bahnhof „Cais do Sodre“ zu erreichen. Badende gab es wenige, Spaziergänger waren viele unterwegs, da es Sonntag war.

Atlantikküste

Atlantikküste

Essen und Trinken

 

Genauso unproblematisch war die Verpflegung für uns. Da es in den Gassen rund um unserer Ferienwohnung kleine Geschäft gab, die bis 22.00 Uhr geöffnet haben.

Käseauswahl im kleinen Laden an der Ecke

Käseauswahl im kleinen Laden an der Ecke

Wasser zum Kochen für Essen und Tee hatten wir in 5 bzw. 6 Literflaschen gekauft und bergauf getragen. Als Teetrinker schmeckte uns der Tee nicht, der Galao eroberte unser Herz jedoch sofort. Schon zum Frühstück ein „Pastel de Nata“ (oder ein Sandwich) mit einem Galao im Cafe an der Ecke und der Tag konnte kommen. Abendessen haben wir selten gekocht, die kleinen Lokale in den Seitenstraßen hatten ein zu verlockendes Angebot. Neben einheimischer portugiesischer Küche probierten wir chinesische Küche und nepalesische Speisen. Fisch stand nicht auf unseren Speiseplan. Das Auslegen der Fische und Meeresfrüchte direkt in den Fenstern der Lokale ist für uns sehr ungewohnt. Anziehender waren da schon die Schaufenster der Bäckereien. Gut schmeckte uns die häufig frisch zubereitete Limonade.

Portugiesische Küche in seiner Vielfalt gibt es im „Time Out Mercado de Ribeira“. Eine traditionelle Markthalle mit Obst, Gemüse, Fisch u.v.m. direkt neben einer Halle mit Speisen aller kulinarischen Richtungen Portugals. Die Speisen werden frisch zubereitet. Ein tolle Möglichkeit viele Dinge zu probieren. Schließen möchte schafsnase den ersten Teil mit der Bemerkung über seine Verwunderung zum Gericht Pommes Frites und Reis serviert bekommen zu haben. Und der Begründung: Pommes sind ungesund.

Wo sich eine Tür schließt,
öffnet sich eine andere.

Molier