Anthropologen schätzen die Filzeigenschaften der Wolle. Sie wurden vor ca. 8.000- 10.000 Jahren entdeckt.

Höhlenmalerei in der Türkei ca. 8.000 Jahre alt) weisen die Tradition des Filzens nach
3.000- 2.700 v.Chr. (Jüngere Steinzeit, Neolithikum).

Funde aus gepresstem Tierhaar
Im Hochland von Altai in Sibirien (1600 m über dem Meer) fanden russische Wissenschaftler den ältesten Filzfund (Wandbehänge, Decken, Socken, Mäntel) aus der Zeit 600- 200 v.Chr. im tiefgefrorenen Zustand, in den Noin Ula Bergen in der Mongolei (1500 m über dem Meer,1. Jh.n.Chr.), Wandteppiche mit Filzapplikation in der Größe von 26 x 196 cm.


2.300 v. Chr. trugen chinesische Krieger Kopfbedeckungen, Schilder, Kleidung und Schuhe aus Filz gegen Wärme, Kälte, Regen und Verletzungen durch Waffen.
Funde aus der Zeit 600 v. Chr. aus Gatal Hügük (Türkei): Filzfragmente und Gegenstände die Spinnen u. Weben bezeugen und 400 v. Chr. Funde in Grabkammer der Altai Volk.
Herodot (490- 425 v. Chr. griechischer Geschichtsschreiber) beschreibt die Skythen in den Steppen Russlands und ihre Filzdecken und Zelte.
Alt Babylonier (erstmals im 3. Jt.v.Chr. erwähnt) kannten bereits Filzmützen.
Homer (griechischer Dichter im 8. Jh. v. Chr.) im ionischen Kleinasien, erzählt in der Ilias von Filzmützen.
5. Jh.v. Chr. ist Filz eine Neuheit in Griechenland.
In Rom und in der Antike sind Filzmützen Symbol für Freiheit, freigelassene Sklaven durften Filzmützen tragen.
1321 erste Zunftordnung Deutschlands, Hutmacher stellten damals auch Filzsocken her.
In Hordaland, (Norwegen): 400- 500 n. Chr. ältester Fund Nordeuropas: 2 Filzstücke, die um ein Bein eines Mannes gebunden waren.

Wer kämpft kann verlieren.

Wer nicht kämpft, hat schon verloren.

Bertolt Brecht